Donnerstag, 13. Oktober 2011

Zum Epibrieren nach Umbrien

Der Direttore ist ein großer Fan von Umbrien. Der Nachbar der Toskana glänzt mit fantastischen Weinen, wundervollen Landschaften und tollen Menschen. Leider steht Umbrien immer noch so ein wenig im Schatten des übergroßen Nachbarn. Völlig zu unrecht. Gebiete wie das Montefalco überzeugen durch ihre Individualität. Die Sagrantino di Montefalco gehören zu meinen Lieblingsweinen. Mein italienischer Amigo Fabio Pittella organisiert Genussreisen in diese wunderschöne Region. Der Direttore möchte ihm hier einmal die Möglichkeit geben sich kurz vorzustellen. Auf seine ausgewählten und gut durchdachten Reisen möchte ich ein breiteres Publikum aufmerksam machen. Es lohnt sich.
"Berlin ist heute noch meine „Heimat“, dort habe ich studiert und die unvergessliche 80er Jahren verbracht. Aber meine offizielle Heimat ist Italien, oder genauer gesagt Mailand. Dort habe ich fast 20 Jahre lang im Verlagswesen geackert, bis ich dann beschlossen habe, „das reicht’s, ich steige aus“, ich will nun etwas machen, wo ich den Eindruck bekomme, das bringt auch anderen was. Und so kam ich auf die Idee, meinen geliebten Bürger aus Deutschland (nicht nur Berliner) durch Genussreisen ein anderes Italien zu zeigen. Da habe ich mich gleich auf die Suche nach Genusshandwerker gemacht, und das wurde für mich die aufregendste Zeit seit Jahren! Ich traf auf Leute, die trotz aller Schwierigkeiten so viel Enthusiasmus in ihrer Arbeit stecken, daß sie von ihren Produkten so erzählen, als ob es sich um ihre Kinder handeln würde, und das Ganze mit diesem typischen „italienischen“ Charme. Also nicht so künstlich und aufgesetzt, wie man inzwischen auch in vielen italienischen Restaurants in Deutschland erleben kann, sondern mit einer Überzeugung, die wirklich aus dem Herzen kommt. Diese wunderschöne Erlebnisse habe ich bislang in Umbrien und in südlichen Apulien erlebt. Auf der Suche nach diesen faszinierenden Italiener habe ich mich von einem anderen Landsmann inspirieren lassen: Carlo Petrini, dem legendären Gründer der Slow Food Bewegung. Ich teile seine Weltanschauung, die das Essen und Trinken als ein (eigentlich was sonst?) überlebenswichtiger Aspekt der Menschheit sieht. Slow Food unterstützt das lokale Produzieren von Qualität, die auf jahrhundertalte Traditionen zurückgeht, „schützt“ mit seinen Presidi die vom Aussterben bedrohten landwirtschaftlichen Produkte, kämpft gegen die allgegenwärtige Massifizierung der Lebensmittelproduktion und der daraus resultierenden Küche.
In meinen Reisen habe ich, ausser der Begegnung mit den Produzenten und Köchen, sehr viel Wert auf die Qualität der Unterkunft gesetzt. Und damit meine ich nicht ein 5 Sterne anonymes Hotel, sondern eine Unterkunft mit Charme, wo, ähnlich wie bei den Genusshandwerker, auch hier der Kontakt mit den Menschen höchste Priorität hat. Das Castello di Monterone in Perugia (www.castellomonterone.com) ist ein gutes Beispiel dafür. Ich hoffe, mit meiner Idee, meinen deutschen Genussreiselustigen ein anderes Italien zu zeigen, viele Anhänger zu finden!"
Fabio Pittella

PS: Der Direttore kassiert für diesen Hinweis keinen Cent, es ist ihm ein Anliegen auf diese Region aufmerksam zu machen.

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