Freitag, 10. September 2010

+++Blitzverkostung+++ No Pinot is better than this Pinot! 2008 Glen Carlou Pinot Noir

Wer den Direttore kennt, der weiß, dass er dem Rebsaft aus dem südlichen Afrika sehr zugetan ist. Normalerweise... Sicherlich beinhaltet dies eine gewisse Subjektivität, da ich einen Teil meines Lebens dort verbringen durfte und meine Mutter gleich dort unten ließ. Welche Vorteile es mit sich bringt, seine Mutter in eine Ex Kolonie auszulagern, werde ich an anderer Stelle beleuchten.
Heute ärgere ich mich jedoch zu erst einmal. Worüber? Über den 2008 Pinot Noir von Glen Carlou. Walter Finlayson, den ich sonst sehr schätze, hat hier wirklich kein Meisterwerk abgeliefert.
Im Glas dreht er seine Runden eher, wie ein Fruchtsaftkonzentrat von einem Diskounter, als wie ein sicherlich klarerer Vertreter seiner Zunft. Wenn man bei diesem Tropfen von einem Bukett sprechen kann, dann sind es übersüßte Noten nach überreifen Himbeeren und matte und dumpfe Noten nach abgestandener Tomatensuppe. Am Gaumen ist der Körper vor allem eins, völlig dünn, fast schon ein Glas Wasser mit ein wenig beerigen Fruchtaroma. Säure, Holz etc. kaum erkennbar. Im Abgang der Gipfel der Belanglosigkeit. Versteht mich nicht falsch, man kann "ES" sicherlich trinken, im Sinne einer Limonade, aber mit Wein hat das nichts mehr zu tun...
Natürlich kann man, allein schon wegen der Preisklasse, diesen Vertreter südafrikanischen Pinots nicht mit den Großen, wie Hamilton Russel vergleichen, aber dennoch bedient dieser Wein eben alle Vorurteile, die man gegen Neue Welt Weine haben kann, obwohl er eigentlich rein von der Vinifikation sauber gemacht ist!
Lieber Walter Finlayson, du machst wirklich geniale Weine, wie den Glen Carlou Gravel Quarry Cabernet Sauvignon, Glen Carlou Syrah, Glen Carlou Syrah Mourvedre etc., aber beim Pinot ist Nachsitzen angesagt...

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